(Un)gezähmt
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Fast genau ein Jahr nachdem Jackson Dean seine gleichnamige, erste EP für das Major Label Big Machine veröffentlicht hatte, stellt er mit 11. März 2022 nun sein offiziell erstes Studio-Album in voller Länge vor. Darauf ergänzt er die 5 Songs der EP mit 5 neuen Titeln und ist damit an allen 10 Titeln als Songschreiber beteiligt. Produziert wurde das Projekt von Luke Dick, der auch an der ersten Single mitgeschrieben hat.
Diese ('Don't Come Looking') ist eine stampfende Hymne über Eigeständigkeit und Unabhängigkeit und war bereits auf der
EP aus dem Vorjahr enthalten. Sie liegt nach 3 Wochen auf Platz
44 der aktuellen Radio (Billboard Country Airplay) Charts - und
ist damit auf bestem Wege zur ersten Top-40 Single für den 21-jährigen
Jackson Dean zu werden. Ein Erfolg, der nicht zuletzt dem Umstand
geschuldet ist, dass der Song die Aufmerksamkeit der Macher der
publikumswirksamen Yellowstone-Serie erregt hatte und in Folge im
Soundtrack dazu verarbeitet wurde.
Im Interview mit
countrynow.com
sagt der junge Künstler über sein Debüt-Album, das klanglich nahtlos an die
EP anschließt:
"Es ist sehr Gitarren-betont und weitreichend. Es hat diesen mächtigen
Sound aus vielen Gitarren. Eine geradlinige musikalische Verschmelzung. Es
ist das musikalische Ergebnis aus allem, woran ich in meinem bisherigen
Leben gearbeitet habe."
Der erste neue Songs ist 'Trailer Park'. Aber der Titel täuscht, denn es geht nicht um eine Wohnwagensiedlung. "Trailer Park handelt von mir", klärt Dean Jackson auf Instagram auf. "Ich war immer irgendwie besessen davon, unterwegs zu sein. Ich kann nicht still sitzen. Spätestens nach 2 Tage muss ich weiter und keiner braucht zu wissen, wo ich bin. Ich muss einfach rausfinden, was sich hinter dem nächsten Horizont verbirgt!"
Im übertragenen Sinn beschreibt der pulsierende Song nicht nur eine Rastlosigkeit, sondern auch die Suche und das zögerliche Misstrauen, sich schon festmachen zu lassen. Emotionen kommen und gehen, wie die Bewohner in einem Trailer Park.
Ruhiger geht es in 'Superstitions' zu. Die gemeinsam mit Produzent
Luke Dick und Dan Tyminski geschriebene Ballade hat nichts mit
Stevie Wonder zu tun, sondern erzählt von der Hoffnung, dass diverse
Glücksbringer dafür sorgen mögen, sie nicht mehr zu verlieren.
Druckvoller lässt es 'Red Light' wieder angehen. "Ein Titel, der auch ungeschaut auf eine Rock Playlist passen würde", meint Clayton Edwards von outsider.com. Eingängig, dynamisch und abwechslungsreich ließen sich als Stichworte noch ergänzen, zu diesem Song über Unbeständigkeit und Unsicherheit. Eine Unsicherheit, die das Leben beschreiben kann, aber in diesem Fall ganz besonders sie, denn:
Leidenschaft und Verzweiflung prägen den Song 'Other Than Me', der die Frage
stellt, wer außer mir, konnte ein solches Mädchen erst lieben und dann
gehen lassen!?
Der Titelsong 'Greenbroke' nutzt den Vergleich mit einem gerade erst zugerittenen Pferd und dem Kontrast zwischen ungezähmt und doch verlässlich. Über den gemeinsam mit Jeff Hyde geschriebenen Song sagt Jackson Dean: "Er ist textlich der verletzlichste Song und musikalisch das was ich liebe. Er wechselt von Ruhe zu Raserei und alles dazwischen. Ich wollte dieses Gefühl, das nie verschwindet, einfach nur hineinhämmern. [Den Begriff] Greenbroke habe ich deshalb ausgesucht, weil manche Pferde zu wild sind, um sie zureiten zu können. Wenn ich zuließe, dass die Welt mich zähmt, dann würde auch alles von mir aufhören zu existieren."
Damit appelliert Jackson Dean, niemals sein ungezähmtes Inneres zu verlieren. "Denn dort findet sich dein ehrlichstes Selbst", betont er im Interview mit offtherecorduk.com. Dieses Bild des geheimnisvollen Fremden, der sich nicht von seinem eigenen Weg abbringen lässt, zieht sich durch das gesamte Projekt. Ein Projekt, das stilistisch dort angesiedelt ist, wo man Kip Moore oder Eric Church, aber vorallem stimlich auch Chris Stapleton findet, und das einen beachtenswert gelungenen ersten Eindruck hinterlässt.
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